Wandel aktiv mitgestalten
Jugendverbände und -organisationen bringen gemeinsame Forderungen in Öffentlichkeitsbeteiligung zum Klimaschutzprogramm ein
Die Folgen der Klimakrise betreffen junge Generationen besonders stark. Eine aktive Mitgestaltung des gesellschaftlichen Wandels ist zwingend erforderlich. Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2021 unterstreicht diese Perspektive und macht deutlich, dass Klimaschutz dem Schutz vor zukünftigen Einschränkungen der Freiheitsrechte junger Menschen dient und Verfassungsrang hat.
Aus diesem Grund hat sich die Kolpingjugend Deutschland gemeinsam mit 15 weiteren Jugendverbänden und -organisationen mit einem Beitrag an der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung beteiligt. Der Beitrag wurde im Rahmen der Koordinierungsstelle Jugendbeteiligung in Klimafragen jugendverbandsübergreifend erarbeitet und bündelt zentrale junge Perspektiven auf Klimaschutzmaßnahmen.
Gemeinsam haben die Jugendverbände und -organisationen konkrete Forderungen für ausgewählte Sektoren des Klimaschutzprogramms formuliert, darunter Mobilität, Gebäude/Wohnen, Energiewirtschaft, Landwirtschaft/Landnutzung sowie für die Kreislaufwirtschaft. Sie betonen aus der jugendverbandlichen Praxis heraus besondere Bedarfe, blinde Flecken und Gestaltungspotenziale, um Klimaschutzmaßnahmen wirksam, sozial gerecht und langfristig verlässlich auszugestalten.
Neben den spezifischen sektoralen Forderungen liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der sozialen Ausgestaltung des Klimaschutzprogramms. Die Jugendverbände und -organisationen betonen, dass Klimaschutz nur dann Akzeptanz findet, wenn Kosten und Nutzen fair verteilt werden, vulnerable Gruppen – darunter junge Menschen – berücksichtigt werden und Schutzmechanismen gegen soziale Überforderung greifen: Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit müssen von Anfang an zusammengedacht werden.
Zudem heben die Jugendverbände hervor, dass eine konsequente Umsetzung bestehender Instrumente sowie verlässliche Rahmenbedingungen über Legislaturperioden hinweg entscheidend sind. Junge Menschen wollen Teil der Lösung sein und ihre Erfahrungen aus Engagement, Ausbildung, Studium und Arbeit einbringen. Mit ihrem Beitrag verstehen sich die Jugendverbände und -organisationen als konstruktive Partner*innen und bieten an, den weiteren Dialog zur Ausgestaltung des Klimaschutzprogramms aktiv mitzugestalten.
Der Beitrag zur Öffentlichkeitsbeteiligung zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung findet sich hier: https://go.dbjr.de/klimaschutzprogramm
Er wird von folgenden Jugendverbänden und -organisationen unterstützt:
- Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej)
- Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
- Bundesjugendwerk der AWO
- BUNDjugend
- Deutscher Bundesjugendring (DBJR)
- Deutsche Wanderjugend (DWJ)
- Deutsche Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg (DPSG)
- freier zusammenschluß von student*innenschaften (fzs)
- Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV)
- Katholische Landjugendbewegung Deutschlands e.V. (KLJB)
- Kolpingjugend Deutschland
- LCOY- Junge Klimakonferenz Deutschland
- NAJU (Naturschutzjugend im NABU)
- Naturfreundejugend Deutschlands
- Ring deutscher Pfadfinder*innenverbände e.V. (rdp)
- Verband Christlicher Pfadfinder*innen e.V. (VCP)
Die Koordinierungsstelle ist ein zentrales Jugendbeteiligungsformat am Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Sie unterstützt die Vernetzung und den Austausch der jungen organisierten Zivilgesellschaft und trägt deren Positionen und Forderungen gezielt in die klimapolitischen Prozesse des Ministeriums hinein – durch Positionspapiere, Dialogformate und Fachgespräche mit der Arbeits- und/oder Entscheidungsebene des Ministeriums. Im Mittelpunkt steht dabei der Einsatz für innergesellschaftliche und intergenerationelle Klimagerechtigkeit.